Trinkwasser - hochwertiges Naturprodukt
In Deutschland kennen wir keinen Wassermangel. Deshalb machen wir uns meist nur wenig Gedanken über das wichtigste Lebensmittel. Dabei ist Wasser ein faszinierendes Naturprodukt, das über das Aussehen, die Vegetation und das Klima eines Landstrichs entscheidet.

Wasser ist für Pflanzen, Tiere und den Menschen überlebenswichtig. Es ist für fast alle Stoffwechselvorgänge beim Menschen, der zu etwa 70 Prozent aus Wasser besteht, nötig. Deshalb kann man zwar einige Wochen ohne feste Nahrung auskommen, ohne Wasser dagegen nur wenige Tage.


Wasser – ein ständiger Kreislauf


Die Wassermenge auf der Erde bleibt immer gleich, wechselt aber von einem Aggregatzustand in einen anderen. Das Wasser aus den Gewässern verdunstet durch die Sonnenwärme und steigt nach oben. Dort verdichten sich die Wassertröpfchen zu Wolken, die vom Wind weitergetragen werden und später als Niederschläge auf die Erdoberfläche zurückfallen. Ein großer Teil der Niederschläge versickert im Boden und reichert dort das Grundwasser wieder an. Auf dem Weg durch die verschiedenen Bodenschichten nimmt das Wasser Mineralien und Spurenelemente auf.
 
Kontrolle und Aufbereitung


In manchen Regionen besitzt das Grundwasser bereits

Trinkwasserqualität. Werden im Rohwasser jedoch Trübstoffe, Bakterien, Viren oder Keime gefunden, muss das Wasser vom Versorger aufbereitet werden. Dabei durchläuft es mehrere Stufen, bis es die vom Gesetzgeber geforderte Qualität besitzt.

Regelmäßige Kontrollen sorgen für stets beste Trinkwasserqualität.
 

Mineralien für Härte verantwortlich


Verantwortlich für die so genannte Härte des Wassers sind die beiden lebenswichtigen Mineralien Kalzium und Magnesium. Ist ihr Anteil besonders hoch, spricht man von hartem Wasser. Das zeigt sich an Ablagerungen im Teekessel oder im Bad und macht Geräten wie Wasch- oder Spülmaschine zu schaffen. Insgesamt gibt es vier Härtegrade, die von sehr weich bis hart reichen. Der Härtegrad des Wassers ist wichtig für die Dosierung von Waschmittel. Entsprechende Empfehlungen geben die Hersteller auf jeder Waschmittelpackung.

Wasser spendet Lebenskraft


Der menschliche Körper benötigt für die meisten Stoffwechselvorgänge Wasser. Es transportiert Nährstoffe zu den Organen, spült Gifte aus dem Körper und reguliert die Körpertemperatur. Der Mensch verliert durch Schwitzen, Atmung, Harn und Stuhlgang jeden Tag etwa 2,5 Liter Wasser. Dieser Wasserverlust muss ausgeglichen werden. Da man auch beim Essen Wasser aufnimmt, reicht es im Regelfall aus, wenn man 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag trinkt – an heißen Tagen sollte es mehr sein.



 

Wer zu wenig trinkt, schadet seinem Körper. Erste Anzeichen für einen Flüssigkeitsmangel sind beispielsweise Kopfschmerzen, trockene Schleimhäute, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Trinkwasser gibt dem Körper aber mehr als nur Flüssigkeit. Viele enthaltene Mineralien benötigt der Körper für Stoffwechselvorgänge: Kalzium ist ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne, Magnesium sorgt für einen gut funktionierenden Stoffwechsel und für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven. Natrium und Kalium regulieren den Wasserhaushalt und die Gewebespannung.

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